Jörg Kühmel

Immobilienkaufmann; Petershagen

Ein vormundschaftlicher Staat produziert direkt oder indirekt immer die Ursachen für Geschehnisse, die er später vorgibt zu bekämpfen. Das war in jeder Zeit, in jeder gesellschaftlichen Grundordnung und in allen Ebenen von Mächten so. Er griff auch immer nach diversen Mitteln der Gewalt, um jedwede Ziele durchzusetzen. Seien die Mittel verbaler oder physischer Natur. Sie setzten ihre Ziele mittels Druck und Einfluss oder Aggressionen und gar offen kriegerischer Handlungen durch. Ein vorgegebener Anlass war wichtig für Einstufung als «gerecht» und für die (Geschichts-)Bücher. Die Ursache von globalen Konflikten jedoch ist immer eine Krise im Herrschaftssystem.

Sollte eine Neuuntersuchung von 9/11 tatsächlich als Ergebnis die direkte Initiative am Geschehen durch die amerikanische Staatsmacht mittels eindeutigen Indizien belegen, ist hier ein abermaliger Beweis vorliegend, wie sehr das bestehende, mittlerweile mehr als chaotische System in Bedrängnis ist. Tausende amerikanische Tote hervorzubringen, um für sich Einflusssphären und Rohstoffe in der Welt zu sichern, dieses eben mit der Vergeltung auf ein selbst initiiertes Attentat begründend, … ist dann moralisch auch nicht anders zu werten, wie der Überfall auf den Sender Gleiwitz 1939. Auch hier forderten die Ereignisse im Anschluss Opfer in Millionenhöhe auf der einen Seite und im Ergebnis dieses regulären Zyklusses aus «Auf und Ab» eine Einfluss-Filterung der Mächtigen und schließlich den Aufstieg eines einzelnen Landes zum Imperium auf der anderen Seite.

Obwohl Millionen Menschen auf der Welt mit ihrem eigenen Leid und Leben stetig für fremde Angelegenheiten bezahlen, behalten kleinste Kreise die Zügel des Schicksals in ihrer Hand. Sie drehen mit ihrem System das Rad aus Verteilung und Einfluss immer weiter. Solange die Millionen Menschen auf der Welt nicht trauen, sich von einer seit tausenden Jahren entwickelten Herrschafftshörig- und gläubigkeit zu lösen, werden sie das Getriebe weniger strategischer Motoren bleiben.

Auch mit der irgendwann vollzogenen Aufklärung des Verbrechens an der Menschheit wird sich nicht automatisch die Konsequenz einstellen, dass die Verantwortlichen dafür (wer auch immer sie in Wirklichkeit sind) diese (ihre) Macht verlieren. Es wird eine Beugung dieser bis zu einer Verzerrung der allgemeinen Freiheit stattfinden, die einem Diktat aus Kriegsrecht und der Diktatur des Geldes, aus sozialer Zwangsversorgung und medialer Ruhigstellung besteht. Dass lediglich der Bösewicht wechselt, bedeutet nicht das Ende der Kriege an sich, sondern eine regelmäßige Umkehr der Pole aus «Gut und Böse».
Es wird also mit einer erwartbaren Aufklärung die Welt nicht sicherer, sondern die Gräben tiefer. … Bis sie wieder eben sind.

In (nicht sinnhafter, aber wörtlicher) Abwandlung einer Zeile Gandhis gesprochen:
Es gibt keinen Weg in die Freiheit, denn die Freiheit ist der Weg.

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